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Historische Verantwortung und Aufarbeitung
- Erinnern für die Zukunft

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Die Bildungs- und Dokumentationsstelle Pulverfabrik Liebenau in Niedersachsen forscht zu Geschichte und Folgen der Pulverfabrik Liebenau, einem großen NS-Rüstungsbetrieb mit Zwangsarbeit zwischen 1939 und 1945, und leistet umfassende Erinnerungs-, Bildungs- und Gedenkarbeit. Sie hat ihren Sitz in der Gedenk- und Bildungsstätte Liebenau, die 2023 eröffnet wurde und sich am historischen Ort des ehemaligen Arbeitserziehungslagers befindet. Im Zentrum steht die Dauerausstellung „Zwangsarbeit für den Krieg. Die Pulverfabrik Liebenau 1939–1945“, die die Geschichte der Fabrik, der Menschen dort und die technischen sowie gesellschaftlichen Aspekte der Pulverproduktion im Nationalsozialismus darstellt.

Die Dokumentationsstelle bietet Führungen über das historische Werksgelände und durch die Ausstellung an, Workshops, Bildungsprogramme für Schulklassen, Internationale Jugendbegegnungen sowie Unterstützung bei historischer Recherche im Archiv und der Bibliothek. Zudem engagiert sich der Trägerverein seit 1999 in wissenschaftlicher Recherche, Publikationen und Gedenkarbeit, etwa durch die Erschließung von Biografien der Betroffenen, Zeitzeugenarbeit und internationale Begegnungsprojekte.

Für weitere Informationen oder Termine bezüglich Führungen, Workshops oder Bildungsprogramme für Schulklassen, besuchen Sie bitte die Webseite der Pulverfabrik Liebenau unter:

doku-liebenau.de
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Dokumentation Forstgut Eickhof Hansjoerg Hoerseljau

© Hansjörg Hörseljau

Kriegsgeschichte von 1934 bis heute

Die Chemische Fabrik Clausthal war das fünft-größte TNT-Werk des Deutsche Reiches. Auf dem Gelände sind bis heute die Spuren des zweiten Weltkriegs zu sehen und zu erleben.

Die Exkursion und Führung leitet Hansjörg Hörseljau. Er beschäftigt sich seit seiner Schulzeit mit der Geschichte des ehemaligen Werkes. In den 1980er Jahren hat er Zeitzeugen-Gespräche geführt, die ein wichtiger Bestandteil des heutigen Wissens über das ehemalige Rüstungs-Werk sind.

Auf dem Rundweg werden Hintergründe zur Entstehung der Chemischen Fabrik Clausthal erläutert. Vorhandene historische Gebäude geben einen Einblick in die monströse Architektur der Nazi-Zeit. Aus Zeitzeugen-Interviews wird über die Arbeitsbedingungen berichtet. Mehr als 80 Jahre nach Ende des Krieges ist die Boden-Belastung auf Teilen des Geländes so hoch, das Boden und Niederschlagswasser über Jahrzehnte lang saniert werden müssen.

Bis heute gefährden die Hinterlassenschaften des zweiten Weltkriegs die Umwelt. Mit der größten Pflanzenkläranlage Europas ist dort ein innovatives Gelände entstanden, das zeigt, wie ein ehemaliges Kriegsgebiet unschädlich gemacht und genutzt werden kann.

Zeitgeschichtliche Exkursionen